BSFF   

 

 

 

Be Set Free Fast (wörtlich: sei schnell befreit) ist eine neuartige und effektive Methode, um emotionalen Stress abzubauen.
BSFF ist die Abkürzung für: Behavioral and Emotional Symptom Elimination Training For Resolving Excess Emotion: Fear, Anger, Sadness and Trauma (Training zur Eliminierung von Verhaltensmustern und emotionalen Symptomen, um übertriebene Emotionen wie Angst, Ärger, Traurigkeit und Trauma aufzulösen.) abgekürzt BE.SET.FREE.FAST oder BSFF

BSFF wurde von dem Psychologen Dr. Larry Nims entwickelt und gehörte ursprünglich zu der sogenannten Energetischen Psychologie (wie auch EFT und EmoTrance). Der Hauptunterschied zu den meisten energetischen Verfahren liegt darin, dass BSFF direkt mit dem Unbewussten arbeitet und keine Akupunkturpunkte mehr beklopft werden.
Nach Larry Nims ist es das Unbewusste, welches das Auftreten, die Häufigkeit und Intensität unserer emotionalen Probleme steuert. Außerdem beeinflusst das Unbewusste auch den Energiefluss in den Meridianen.

BSFF spielt dem Unbewussten, das man sich wie einen Computer vorstellen kann, eine Art Antivirusprogramm auf. Dieses Programm wird einmalig installiert und durch einen selbstgewählten Code aktiviert. Wenn wir diesen Code zusammen mit der Absicht, ein bestimmtes Symptom zu bearbeiten, einsetzen, löst er automatisch Heilungsprozesse in unserem Unbewussten gemäß des neuen Programms aus.

BSFF eliminiert auf diese Art effektiv beeinträchtigende Emotionen, Erfahrungen, Verhaltensmuster und Überzeugungen, so können wir frei von diesen Blockaden leichter unsere Ziele erreichen und das Leben führen, das wir uns wünschen.

Meine persönliche Weiterentwicklung ist die WunderWort Technik.


Hier gelangen Sie auf die Homepage von Larry Nims: www.besetfreefast.com

 

VON EINER, DIE AUSZOG,
DAS FÜRCHTEN ZU VERLERNEN

(Erfahrungsbericht über BSFF)

Ein bisschen mulmig war mir schon zumute. Bislang hatte ich immer versucht, meine Phobien (die ich selbst für ziemlich albern befand) vor anderen so gut wie möglich zu verheimlichen. Und nun sollte ich einem wildfremden Menschen über genau diese Ängste berichten. Und ob das überhaupt etwas bringt... um ehrlich zu sein klang das alles viel zu einfach. Aber gut, was hatte ich schon zu verlieren...

Höhenangst hatte ich immer schon. Solange ich denken kann. Ich konnte nie freihändig Treppen runterlaufen, und wenn es nur drei Stufen waren. Sofern kein Geländer vorhanden war, musste ich mich schlimmstenfalls auf den Hintern setzen und die Stufen runterrutschen. Ja, wirklich, ist alles schon passiert. Und nicht nur einmal. Ich habe dann immer versucht, die Blicke der anderen zu ignorieren und mir nur ja nicht zu überlegen, was die sich gerade denken. Ich konnte auf keinen Stuhl steigen (von Leitern ganz zu schweigen), keinen Hügel runterlaufen und Aussichtstürme o.ä. habe ich sowieso gemieden wie der Teufel das Weihwasser.

Schon in der Schule animierten uns die Sportlehrer zum Hochklettern an (Sprossen-) Wänden, Seilen oder ähnlichen widerlichen Sportgeräten. Schwebebalken und Barrenturnen waren bei mir natürlich auch sehr beliebt. Ich konnte dieses furchtbare Gefühl, dass schlagartig aufkam, sobald ich wie ein nasser Sack an besagten Geräten hing (natürlich am untersten Teil derselben) damals natürlich noch nicht zuordnen und hielt mich selber für unfähig und einen Angsthasen. Wer kann mit sechs Jahren schon etwas mit dem Begriff „Höhenangst“ anfangen. Sobald ich keinen festen Boden mehr unter den Füßen hatte, verlor ich die Kontrolle über mich. Es war, als würde mein Körper an diesen verhassten Sportgeräten kleben, ich selbst jedoch sah von außen zu und konnte nichts tun. Über die Kommentare der Lehrer bzw. Mitschüler möchte ich mich an dieser Stelle lieber nicht auslassen. Nach kurzer Zeit war ich Meister im Erfinden von Ausreden, warum ich nicht am Sportunterricht teilnehmen konnte, wenn Geräteturnen angesagt war.

Und dann war da noch die Platzangst. Ich hatte noch nie einen Aufzug von innen gesehen (schon mal reingespitzt, natürlich, aber für inakzeptabel befunden, vor allem bei geschlossenen Türen). Enge Toiletten ohne Fenster waren eine echte Herausforderung und ich habe jedesmal einen panischen Anfall bekommen, wenn das Schloss klemmte und ich die Tür nicht sofort aufgebracht habe. Auch hier habe ich für andere sicherlich ein interessantes Bild abgegeben, wenn ich kreidebleich und nach Luft japsend zur Türe herausgekrochen kam.

Öffentliche Verkehrsmittel waren somit auch tabu für mich, sie könnten ja überfüllt sein. Und so ging es mir auch in der Straßenbahn in Prag. Die war zwar nicht sehr voll, aber die Waggons waren mir irgendwie nicht groß genug und man weiß ja nie, wie viele Leute bis zur Innenstadt noch zusteigen. Von unserem Hotel aus waren das bestimmt zehn Stationen und es stiegen einfach immer mehr Leute ein als aus. Etwas wackelig auf den Beinen konnte ich dann an der Karlsbrücke endlich aussteigen, die frische Luft tat mir gut und nach ein paar Minuten fühlte ich mich dann auch besser. Wir bewegten uns langsam Richtung Karlsbrücke und während ich mich noch von der Straßenbahnfahrt erholte erblickte ich... Menschenmassen. Überall. Wo man hinsah, überall Menschen aus allen Ländern, auf der ganzen Brücke. Es war wirklich eine Qual, diese Brücke zu überqueren und als wir das andere Ende (nach Stunden? Tagen? Wochen? Mein Zeitgefühl spielte einfach nicht mehr mit...) erreicht hatten, erklärte ich meinem Freund, dass ich dringend einen Kaffee brauche, und zwar genau in dem Café, da vorne, gleich neben der Brücke. Das lag im Schatten (wer setzt sich schon in den Schatten, wenn nach Wochen endlich mal die Sonne scheint) und somit waren auch kaum Leute dort.
Alles in allem habe ich das Wochenende in Prag gut überstanden, meinem Freund musste ich dort allerdings beichten, dass ich wahnsinnige Platzangst habe, er hätte mich sonst wahrscheinlich früher oder später für verrückt erklärt.

Zwei Wochen später war Altstadtfest und ich war mit meinem Freund und einer Freundin verabredet. Welch ein Graus. Erfahrungsgemäß sind wir ja nicht die einzigen, die sich an diesem Wochenende auf dem Marktplatz tummeln. Schon auf dem Weg zum Marktplatz bin ich fast verzweifelt und meinen beiden Begleitern tierisch auf die Nerven gegangen. Mein Freund erklärte mir schließlich, dass wir da ja nun nicht unbedingt hin müssen, wenn’s mir so mies gehe. Ich dachte dennoch, ich muss da durch. Was soll ich meinen Kollegen denn am Montag berichten? Ach nee, Altstadtfest interessiert mich nicht so.... haha. Werden sie mir sicher alle sofort glauben. Also Augen zu und durch. Mitten rein ins Getümmel. Mit einem schweissüberströmten und atemlosen etwas im Schlepptau kamen meine beiden Begleiter nach Stunden (tjaja, die Sache mit dem Zeitgefühl, tatsächlich waren es max. 15 Minuten) an einem Café an, das im Vergleich zu der Ansammlung auf dem Marktplatz relativ leer wirkte und wir setzten uns. Ich konnte wirklich nicht mehr. Auf dem Tisch lag ein Flyer von Ramona. Ich habe ihn überhaupt nicht wahrgenommen, ehrlich gesagt, ich habe überhaupt nichts mehr wahrgenommen. Mein Freund hielt mir das Papier grinsend unter die Nase mit der Bemerkung „es gibt keine Zufälle“. Ich las mir den Text durch, immer und immer wieder, und alleine das Gefühl, nicht alleine dazustehen mit meinen Problem UND möglicherweise eine Lösung dazu gefunden zu haben, machten mir den Abend wesentlich erträglicher.

Ich habe dann auch gleich für die folgende Woche einen Termin bei Ramona ausgemacht. Zum vereinbarten Zeitpunkt kam sie mir schon im Hof entgegen, begrüßte mich herzlich und die Chemie stimmte von Anfang an. Sie führte mich in ein sehr geschmackvoll eingerichtetes, gemütliches Zimmer, in dem ich mich sofort wohlfühlte. Es war mehr ein Gespräch unter Freundinnen als eines zwischen Therapeut und Patient, daher hatte überhaupt keine Probleme, ihr mein Herz auszuschütten und ihr über meine Ängste zu berichten.
Gemeinsam beschlossen wir, die BSFF-Methode anzuwenden. „BE SET FREE FAST“ ist eine relativ einfach anzuwendende Therapie, die, nachdem die Probleme (falls möglich auch die Ursachen) herausgearbeitet wurden, sehr schnell und sehr effektiv wirkt. Zumindest war das bei mir so. BSFF vergleicht die menschlichen Reaktionen mehr oder weniger mit einem Computerprogramm. Grundsätzlich sind Ängste dazu da, einen vor Gefahr zu bewahren und rechtzeitig Alarm zu geben. In diesem Falle ist das Programm richtig installiert und funktioniert reibungslos. Bei übertriebenen Ängsten wie in meinem Falle ist das Programm entweder fehlerhaft installiert oder es läuft grundsätzlich das falsche Programm ab. Mittels eines Passworts, das sich der Patient selbst überlegt und nach der Therapie bei Bedarf „eingibt“, wird das falsche/fehlerhafte Programm für diese spezielle Situation gelöscht und durch ein neues, fehlerfreies Programm ersetzt. Je mehr Situationen auftreten, in denen dieses Passwort aktiv wird, desto weniger zu „bereinigende“ Situationen bleiben dann natürlich für die Zukunft. Somit sinkt auch langsam aber sicher die Anzahl der Situationen, in denen man machtlos seinen Panikattacken ausgeliefert ist.

Ramona fragte mich also nach meinem Passwort, das anschließend in einen Text integriert wurde, den sie mir laut vortrug. Ich musste nichts weiter tun, als mich zurückzulehnen und zuzuhören (ohne Anstrengung, da dieser Text automatisch vom Unterbewusstsein aufgenommen wird). Somit wurde das Passwort „freigeschaltet“ und ich konnte anfangen, meine Angstsituationen zu beseitigen (klingt doch wirklich viel zu einfach um zu funktionieren, oder?). Ramona bestand auch gleich auf einen Probelauf und sperrte mich in ihre nicht allzu geräumig gebaute Gästetoilette. Da stand ich nun also vor dem Waschbecken, guckte mich ein bisschen um, guckte in den Spiegel und... es passierte gar nichts. Ich begann natürlich gleich mit einer Fehleranalyse, es lag bestimmt an dem großen Fenster. Ramona ließ kurzerhand die Jalousie herunter und sperrte wiederum von außen zu. Ich stand wieder mitten in diesem zwischenzeitlich ziemlich dunklen Raum und... es war mir nach wie vor ziemlich gleichgültig. Diesmal bestand meine Begründung darin, dass ich ja die Sicherheit hatte, Ramona würde mich sofort rauslassen, wenn ich anfangen würde zu randalieren. Ramona hatte gleich den nächsten Vorschlag parat. „Na gut“, meinte sie, „dann komme ich eben mit rein“. Jetzt standen wir zu zweit in dem dunklen, abgesperrten Raum. Das wäre mir noch vor einer Stunde wirklich zu eng gewesen und – obwohl ich ja gewusst hätte, dass Ramona auf meiner Seite ist und mich nicht quälen will – hätte ich ziemlich sicher sofort nach dem nächsten Fluchtweg Ausschau gehalten. Ramona fragte mich wieder, wie es mir denn gehe. Ich überlegte und überlegte... und musste plötzlich so lachen, dass sich Ramona offensichtlich wiederum Sorgen machte. Ich habe ihr dann aber erklärt, dass es für mich doch ziemlich ungewöhnlich wäre, mit einer anderen Person in einer dunklen, abgesperrten, engen Toilette Gespräche darüber zu führen, wie es mir denn gerade so ergehe. Daraufhin entließ sie mich wieder aus dem Raum bzw. auch aus ihrer Praxis. Als ich zu meinem Wagen lief, glaubte ich ja immer noch nicht daran, dass zwei Stunden Therapie mein Leben schlagartig verändern sollten.

Dennoch, es war so. Mein Passwort wendete ich in allen möglichen Situationen an, in denen ich mich unwohl fühlte (diese Situationen reichten weit über den Bereich Platz- und Höhenangst hinaus). Alles funktionierte wunderbar.

Mein erstes wirklich großes Erfolgserlebnis hatte ich ein paar Monate später in der Türkei, als ich mit meiner Schwester eine einwöchige Sightseeing-Tour unternahm, inkl. Pergamon. Jahaaa, und in Pergamon gibt es das steilste Amphitheater der Antike (80 Sitzreihen). Das habe ich allerdings auch erst erfahren, als ich auf der obersten Reihe der Zuschauertribüne stand. Die Reiseleiterin meinte dann, die Leute, die es mit der Höhe nicht so haben, mögen bitte außen herum gehen, alle anderen könnten ihr durch das Theater die Treppe hinunter folgen. Meine Schwester machte mir Zeichen, dass ich ja wohl selbstverständlich den Weg um das Theater herum nehmen würde. Tatsächlich zog ich diese Möglichkeit auch erst in Betracht, habe mir dann aber mein Passwort leise vorgesagt und bin der Gruppe hinterhergestiefelt, alle Treppen hinunter, ohne Geländer und... ohne Zwischenfälle (wie plötzliche Bewegungsunfähigkeit, Schweißausbrüche, Runterrutschen auf dem Allerwertesten etc.). Interessant war, dass das Erfolgsgefühl, das ich mir vorher immer sehr bildlich ausgemalt hatte, völlig ausblieb. Es war einfach normal. Als hätte ich in meinem Leben nie etwas anderes getan, als das steilste Amphitheater der Welt rauf- und runterzukraxeln.

Ein Jahr später fuhr ich nach Italien, um dort für den Geschäftsführer unserer Muttergesellschaft die Preisverhandlungen mit den Kunden zu übersetzen.  Bei einem dieser Besuche stand auch die Besichtigung der Produktion auf dem Programm, worauf ich mich vorher sehr gefreut hatte. Meine Begeisterung sank allerdings schlagartig, als ich feststellte, dass wir nicht nur zwischen den Produktionsanlagen herumgeführt wurden sondern teilweise auch auf die Anlagen. Der Weg nach oben führte jeweils über Gittertreppen, die früher immer unter den Top Ten meiner „Das-ist-nix-für-Dich“-Liste lagen (kam einfach wegen der Sicht durch das Gitter auf den Boden darunter überhaupt nicht in Frage). Der Anblick des Gerüsts verwirrte mich zwar etwas, schockierte mich aber nicht mehr so wie vor der Therapie bei Ramona. Und ich wollte mich keinesfalls blamieren. Nicht vor unserem Geschäftsführer und nicht vor unserem langjährigen Kunden. Ergo dachte ich mein Passwort vor mich hin, stieg die Treppe hinauf und... FREIHÄNDIG wieder runter. Wow. Als ich unten ankam, wunderte ich mich selber. Irgendwie hatte ich doch noch im Hinterkopf, dass ich diese Treppe noch vor ein paar Monaten unter irgendeiner Ausrede verweigert hätte („oh, da fällt mir ein, ich müsste mal gaaaaanz dringend telefonieren und mein Handy liegt leider im Auto. Was, ich könnte Ihr Handy benutzen? Das geht leider nicht... äh... ich hab‘ die Nummer auf dem Handy gespeichert. Macht doch so lange mal ohne mich weiter...“).

Ein halbes Jahr später war ich mit meiner Schwester wiederum in der Türkei und wir haben u.a. die in 900 m Höhe gelegene Stadt Arykanda besucht. Und dort gibt es wiederum ein nettes, gut erhaltenes Theater mit 20 Sitzreihen. Diesmal betraten wir das Theater von unten über die Bühne, wo sich die Gruppe inkl. Reiseleiter sammelte. Ich meinerseits habe inzwischen überhaupt nicht mehr über meine Höhenangst nachgedacht und bin die 20 Sitzreihen raufgehüpft. Bis oben. Dort hatte ich einen herrlichen Ausblick über die von Pinienwäldern bedeckte Landschaft, den ich richtig genossen habe. Der Reiseleiter zitierte mich dann wieder herunter, schließlich wollte er uns über die Geschichte dieses Theaters informieren und das sollte mich ja nun wohl auch interessieren. Also sprang ich die Stufen wieder zurück nach unten. Unterwegs rutschte ich beinahe auf ein paar Piniennadeln aus, fing mich aber wieder und trabte weiter. Unten angekommen hielt ich nach meiner Schwester Ausschau und fand sie schließlich, grün-gelb im Gesicht. Ich ging zu ihr hin und fragte, ob sie evtl. die Hitze nicht vertragen würde oder gar einen Sonnenstich hätte. Mir war WIRKLICH nicht bewusst, dass sie halbtot vor Sorge um mich war. Sie stammelte nur: „Was um Gottes Willen tust Du da???“ Da wurde mir erst klar, dass ich tatsächlich OHNE NACHZUDENKEN treppauf, treppab gesprungen ohne Problem. Ich hatte es tatsächlich geschafft.

Alle Erfolgserlebnisse, die ich zwischenzeitlich hatte, aufzulisten, würde zu weit führen. Aber ich kann voller Stolz sagen, dass ich mittlerweile Fahrstühle benutze und in die Sauna gehe, selbst wenn es dort kein Fenster gibt. Ich besuche überfüllte Kneipen und Veranstaltungen und freue mich schon auf das diesjährige Altstadtfest.

 

 

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